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Das Verhütungspflaster – Anwendung und Wirkung

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Verhütungspflaster
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Das Verhütungspflaster hat einen Pearl-Index von 0,72-0,9, gilt somit als sehr sichere Verhütungsmethode.

Das Verhütungspflaster ist ein Pflaster, das wöchentlich angewendet wird. Die Pflaster enthalten Hormone, die eine Alternative zur oralen Anwendung der Pille darstellen. In Deutschland ist das Verhütungspflaster seit dem Jahr 2003 erhältlich.

Grundsätzlich ist das Verhütungspflaster für Frauen sehr gut geeignet, die eine regelmäßige Einnahme der Pille nicht gewährleisten können, weil beispielsweise Schichtdienste oder eine Reisetätigkeit diese Regelmäßigkeit verhindern. Durch die einmal wöchentliche Anwendung des Verhütungspflasters muss nicht mehr täglich an die Empfängnisverhütung gedacht werden. Beim Verhütungspflaster wird die hohe Sicherheit der Pille mit einer einfachen Anwendung kombiniert. Dadurch, dass beim Verhütungspflaster die Hormongabe nicht über den Markt-Darm-Trakt erfolgt, ist auch eine Sicherheit in der Verhütung gegeben, wenn Erbrechen oder Durchfall bestanden haben oder wenn die Frau mit einem empfindlichen Magen auf die orale Verhütung reagiert.

Die Wirkung von Verhütungspflastern

Das Verhütungspflaster wird von Medizinern auch als Transdermales Pflaster bezeichnet. Mit dem Pflaster werden die Wirkstoffe regelmäßig über die Haut in die Blutbahn gegeben. Enthalten ist in Verhütungspflastern eine Mischung aus Gestagen und Östrogen. Die Wirkung entspricht der Einphasenpille. Mit dem Verhütungspflaster wird zunächst einmal der Eisprung verhindert. Dazu wird durch eine Verdickung des Schleims in der Vagina das Eindringen der Spermien verhindert. Zusätzlich wird die Struktur der Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass sich eine möglicherweise befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Frauen mit höherem Körpergewicht von mehr als 90 kg müssen damit rechnen, dass dieses Gewicht die Wirksamkeit des Verhütungspflasterers gegebenenfalls reduziert.

Die Anwendung von Verhütungspflastern

Insgesamt hat ein Verhütungspflaster einen Wirkungszeitraum von einer Woche. Das Pflaster wird am ersten Tag der Menstruation aufgeklebt und verbleibt dann für eine Woche auf der Haut. In der nächsten Woche wird das Pflaster am gleichen Wochentag ersetzt. Auf die Uhrzeit des Pflasterwechsels muss dabei keine Rücksicht genommen werden, was eine weitere Erhöhung der Flexibilität mit sich bringt. Nach drei Pflastern erfolgt jeweils eine Pause von einer Woche.

Das Pflaster weist eine Größe von 4,5 x 4,5 cm auf. Dabei ist es so flach, dass es auch ohne aufzutragen unter dünner Kleidung getragen werden kann. Das Pflaster kann entweder auf den Bauch, das Gesäß, auf die Außenseite des Oberarms oder aber auf den gesamten Oberkörper mit Ausnahme der Brüste aufgeklebt werden.

Wichtig ist, dass das Pflaster immer auf eine trockene und saubere Stelle aufgeklebt wird. Ein neues Pflaster darf nicht auf genau der gleichen Stelle platziert werden, auf der das alte Pflaster geklebt hat. Grundsätzlich haftet das Pflaster auch beim Sport und bei Saunabesuchen und auch seine Wirksamkeit wird dadurch nicht herabgesetzt.

Löst sich dennoch einmal ein Pflaster, kann es innerhalb von 24 h durch ein neues Pflaster ersetzt werden, ohne dass dadurch weitere Verhütungsmaßnahmen notwendig werden. Sind nach dem Ablösen eines Pflasters allerdings mehr als 24 h vergangen, ist es empfehlenswert, einen neuen Pflasterzyklus zu starten und in diesem Zusammenhang in den ersten sieben Tagen eine zusätzliche Verhütungsmethode, beispielsweise das Kondom, anzuwenden.

Auch wenn das Pflaster einer Nutzerin relativ groß erscheint, darf es dennoch nicht verkleinert werden, denn die Wirksamkeit wird hierdurch reduziert. Ebenso darf das Pflaster auch nicht mit dekorativen Bemalungen versehen werden, denn auch diese können die Wirksamkeit des Verhütungspflasters reduzieren.

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