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Zehn Dinge, die in jede Hausapotheke gehören

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Hausapotheke
© pix4U - Fotolia.com

Eine gut ausgestattete Hausapotheke sollte grundsätzlich in keinem Haushalt fehlen, denn nur mit der passenden Ausstattung an Medikamenten und Arzneimitteln lassen sich kleinere Verletzungen und leichte Erkrankungen wirksam und schnell behandeln. Schließlich möchte man nicht bei jedem Unwohlsein und jeder Blessur wegen fehlender Medikamente eine Apotheke aufsuchen müssen, vor allem nicht in der Nacht oder am Wochenende.

Medikamente gegen häufige Beschwerden

Eine solch gut sortierte Hausapotheke sollte dabei als erstes Medikamente gegen die am häufigsten auftretenden Beschwerden enthalten. Dazu gehören zunächst einmal Schmerztabletten, die man bei Kopf- oder anderen Schmerzen einnehmen kann. Weiterhin sind Medikamente gegen Erkältungen und grippale Infekte immer gut in einer Hausapotheke aufgehoben, denn hierbei handelt es sich um recht häufig auftretende Erkrankungen. Dasselbe gilt für Medikamente gegen Magen- und Darmerkrankungen wie Durchfall und Erbrechen. Gegen all diese Beschwerden bekommt man in der Apotheke im Allgemeinen recht wirkungsvolle und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, bezüglich derer man sich hier durch das Fachpersonal auch kompetent beraten lassen kann.

Verbandsmaterial

Neben leichten Erkrankungen sollten auch kleinere Verletzungen, leichte Verbrennungen und Insektenstiche mit den Mitteln aus einer Hausapotheke behandelt werden können. Dementsprechend sollte diese auch Desinfektionsmittel, eine desinfizierende Wundsalbe, ein kühlendes und abschwellendes Gel gegen Verbrennungen und Insektenstiche sowie Pflaster, Verbandszeug und sterile Kompressen enthalten. Zudem sollte auch eine wirksame Salbe gegen Muskelzerrungen und leichte Sportverletzungen nicht fehlen, da diese immer wieder auftreten und recht unangenehm sein können.

Top-10 der Hausapotheke

1. Schmerztabletten
2. Grippe- und Durchfallmittel
3. Desinfektionsmittel
4. Wundsalbe
5. Verbrennungsgel
6. Insektenstichgel
7. Pflaster
8. Verbandszeug
9. sterile Kompressen
10. Sportsalbe

Das sind im Prinzip jene zehn grundlegenden Dinge, die in jede Hausapotheke gehören und mit denen man die meisten im Alltag häufiger auftretenden Beschwerden schnell und wirkungsvoll behandeln kann. Eine solch übersichtliche Zahl an den wichtigsten Mitteln ist zudem sinnvoller als ein unübersichtlicher Fundus an verschiedensten Tabletten und Salben, in welchem man sich auf die Schnelle kaum zurechtfindet.

Verschreibungspflichtige Medikamente dagegen sollten nicht über längere Zeit in einer Hausapotheke gelagert werden, da diese meist nur für ganz bestimmte Erkrankungen wirksam sind, die man als Laie nicht diagnostizieren kann. Zudem können solche Medikamente bei einer nicht sachgerechten Einnahme ernste Nebenwirkungen verursachen. Außerdem sollte man generell nicht aus den Augen verlieren, dass die normale Hausapotheke bei ernsteren Beschwerden und Erkrankungen nicht ausreicht. So muss bei länger andauernden Schmerzen, hohem Fieber oder auch bei größeren Verletzungen und Verbrennungen in jedem Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Die Mittel aus der Hausapotheke können aber zumindest auch bei größeren Verletzungen zur Erstversorgung herangezogen werden, bevor die eigentliche Behandlung durch den Arzt erfolgt.

Ist Ihre Hausapotheke noch auf dem neuesten Stand?

Generell sollte man seine Hausapotheke in gewissen Abständen immer wieder auf Vollständigkeit überprüfen und zudem darauf achten, ob die Verfallsdaten der enthaltenen Medikamente nicht schon abgelaufen sind. Abgelaufene Medikamente aus der Hausapotheke müssen aus dieser entfernt werden und können zur Entsorgung in der Apotheke abgegeben werden. Zudem sollten die in der Hausapotheke befindlichen Medikamente zusammen mit dem Beipackzettel aufbewahrt werden, um sich über die Einsatzmöglichkeiten und Nebenwirkungen derselben jederzeit informieren zu können.

Eine Hausapotheke ist zudem eine Sache, die auf die jeweils persönlichen Bedürfnisse und mögliche Grunderkrankungen ihrer Besitzer abgestimmt werden kann, und bei welcher man im Zweifelsfall und bei auftretenden Fragen mit dem Arzt oder auch dem Apotheker Rücksprache halten sollte. Zudem sollte eine Hausapotheke für Kinder stets unerreichbar sein. Am besten eignet sich dafür ein abschließbarer Schrank, der zudem in einer entsprechenden Höhe angebracht wird. Sinnvoll ist es auch, in der Innenseite der Schranktür der Hausapotheke einen Zettel mit den wichtigsten Notrufnummern wie etwa dem Rettungsdienst und der Vergiftungszentrale anzubringen, so dass man diese im Notfall schnell zur Hand hat.