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Brennnessel – Heilkraut mit großer Wirkung

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Gewürze und Kräuter als Heilmitteel - 10 wirksame Pflanzen
© marcin jucha - Fotolia.com

Die Brennnessel ist als Pflanze grundsätzlich sehr unbeliebt. Das liegt aber eher daran, dass sie sich im Garten und an Wegrändern sehr schnell vermehrt und dass der Kontakt der Haut mit den Blättern der Brennnessel sehr schmerzhaft ist. Die Brennnessel als Heilpflanze genießt allerdings schon eine lange Tradition und sie wird sowohl bei Rheuma als auch bei Prostatabeschwerden sowie bei Blasenentzündungen schon lange wirksam eingesetzt.

Die Brennnessel hat in ihrer Familie weit über 30 Arten. Allerdings ist sehr positiv an der Brennnessel, dass genau die für die Gesundheit wirksame Art der Brennnessel am Wegrand wächst. Auf Wegen und an Wiesen kann man die Brennnessel ebenso pflücken wie im Garten oder auf Schutthalden. Die Pflanze blüht beginnend vom Frühling bis in den späten Herbst hinein und bildet dabei kleine Ähren aus. Die Pflanze kann von Mai bis Ende Juli gesammelt werden.

» Brennnessel unterstützt Blase und Nieren
Die Wirkung der Brennnessel ist wassertreibend und dies ist auf den intensiven Gehalt von Mineralstoffen, insbesondere Kalium, zurückzuführen. Daher ist ein Tee aus Brennnessel auch sehr stark harntreibend und damit besonders für die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen von Blase und Harnwegen geeignet. Auch Nierengrieß kann mit Brennnessel-Tee sehr gut ausgespült werden.

» Brennnessel hilft bei Rheuma
Die heilende Wirkung der Brennnessel bei Rheuma ist durch die enthaltene Caffeoyläfelsäure zu erzielen. Dazu sind in der Brennnessel ungesättigte Fettsäuren enthalten, die eine entzündungshemmende Eigenschaft aufweisen. Beachten sollte man bei der Verwendung der Brennnessel als Rheumaheilmittel, dass hier die losen Teesorten oder die selbstgepflückten Blätter als Tee eine bessere Wirkung erzielen als Fertigpräparate in Teebeuteln. Bedingt durch ihre hervorragende Verträglichkeit kann die Brennnesselpflanze als Tee übrigens auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, um entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren.

» Prostataprobleme mit Brennnessel reduzieren
Die Wurzeln der Brennnessel helfen in den Anfängen der Prostatavergrößerung besonders gut – sofern diese Vergrößerung gutartig ist. Sowohl die Fettsäuren als auch die Lekine und die Phytosterine innerhalb der Brennnessel sind hier wirksame Inhaltsstoffe. Allerdings sollten Betroffene beachten, dass die Brennnessel lediglich die Beschwerden der Prostatavergrößerung reduzieren kann. Der Besuch beim Arzt ist dennoch unumgänglich.

» Brennnesseltee selber machen
Wer Brennnesseltee selber machen möchte, nimmt pro 150 Milliliter Wasser etwa 3 oder 4 gehäufte Teelöffel Brennnesselkraut oder Brennnesselblätter. Dies entspricht einem Gewicht von etwa 4 Gramm. Die Kräuter werden nun mit heißem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Nach 10 Minuten wird der Tee durch ein Teesieb abgeseiht.

Drei bis vier Tassen frisch zubereiteter Brennnesseltee regen die Harntätigkeit an und können damit auch Bakterien aus Blase und Harnwegen treiben. Aufgrund der stark harntreibenden Wirkung sollte aber auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Patienten mit Nieren- oder Herzschwächen oder mit Wassereinlagerungen im Gewebe nur begrenzte Flüssigkeitsmengen aufnehmen dürfen.

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