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Akelei als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

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Heilpflanze Akelei
© Swetlana Wall - Fotolia.com

Die Akelei gehört zu der Familie der Hahnenfussgewächse und trägt außerdem noch folgende weitere Namen: Glockenblume, Adlerblume, Harlekinsblume, Handschuh, Klockenblume, Hoselätzli, Schlotterhose, Narrenkappe, Weiberkappen oder auch Waldakelei.

Wie bei den meisten Pflanzenarten gibt es auch bei der Akelei verschiedene Arten. Dazu gehören die gemeine Akelei, die Alpen Akelei und auch die schwarze Akelei. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Zuchtformen, die sich entwickelt haben und deren Auflistung hier zu weit führen würde. Im Folgenden wird kurz auf die gemeine Akelei eingegangen, die in unseren Breiten vorkommt.

Eine weite Verbreitung findet sie bei uns in Mittel- und Süddeutschland. Um gut zu wachsen, braucht die Pflanze vornehmlich kalkreiche Böden, wie etwa auf Bergwiesen, an Waldrändern und in lichten Laubwäldern und sonnige oder halbschattige Plätzchen.

Die Akelei wird etwa 80 Zentimeter hoch und ist mehrjährig, dabei wird sie ca. acht Jahre alt. Sie bildet einen kräftigen, oft auch mehrköpfigen Wurzelstock und blaue Blüten, die uns von Mai bis Juli erfreuen.

Vorsicht ist geboten, denn es handelt sich um eine Giftpflanze, die Magnoflorin und Glycoside als Bestandteile enthält. Diesen Bestandteilen hat sie auch ihre Geschichte als Heilpflanze zu verdanken. Im Mittelalter behandelte man mit ihr Erkrankungen von Milz und Leber, Wassersucht, Gelbsucht und auch Wunden, sowie Impotenz und Krebs.

Sollten einmal frische Blätter der Pflanze eingenommen werden, dann kommt es sehr schnell zu Vergiftungserscheinungen, die sich in erster Linie durch Symptome, wie Krämpfe, Atemnot und Herzbeschwerden zeigen. Meistens aber bleibt es dabei und die Erscheinungen klingen ebenso schnell wieder ab. Sollte es zu einem längeren Hautkontakt mit der Pflanze kommen, dann sind Hautreizungen und Blasenbildungen üblich.

Diesen Umständen hat es die Akelei auch zu verdanken, dass sie heute in der Medizin keine Anwendung mehr findet. Außerdem sind ihre Inhaltsstoffe nur unzureichend untersucht worden, so dass man eine Medikation nicht empfehlen kann. Auch sind keine präzisen Aussagen über Wirkungen und Nebenwirkungen möglich. Darum Vorsicht beim Kontakt mit der Akelei.