Start Heilpflanzen

Boldo als Heilpflanze | Inhaltsstoffe und deren Wirkung

112
0
TEILEN
Heilpflanze Boldo
© rpferreira - Fotolia.com

Der Boldo ist ein Strauch, fast schon ein kleiner Baum, der teils bis zu sechs Meter hoch wird. Aus Chile stammend, ist er natürlich an trockenes Klima gewöhnt und fühlt sich dabei auch am wohlsten. Der immergrüne Boldo verfügt über stark duftende, weiße oder gelbe Blüten, die oft traubenförmig angeordnet sind und eiförmige Blätter. Diese sind lederartig und brüchig und werden im getrockneten Zustand in der Medizin verwendet. Der Boldo trägt natürlich auch eine Frucht in Form einer gelblich-grünen Beere.

Die Blätter bestehen zum größten Teil aus Boldin, ätherischen Ölen und Flavonoiden, wobei dem Boldin eine krampflösende Wirkung nachgesagt wird. Als weitere Wirkung wird oft die Förderung der Magen- und Gallensaftsekretion genannt. Auch bei zu wenig Harndrang wird Boldo eingesetzt, denn durch die enthaltenen ätherischen Öle wird dieser leicht verstärkt. Außerdem sind in den ätherischen Ölen noch weitere Zusatzstoffe enthalten, wie beispielsweise Askaridol, welches allerdings auch Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.

Früher wurde Boldo zwar deshalb zur Abtötung von Würmern genutzt, aber diese Behandlung wird mittlerweile nicht mehr angewendet.

Nimmt man also Boldo ein, sollte man unbedingt auf Askaridolfreie Zubereitungen zurückgreifen. Diese sind in jedem Fall auch dem Boldo-Teeaufguss vorzuziehen.
Extrakte aus den Boldoblättern, natürlich ohne Askaridol, werden auch einigen Gallearzneien beigefügt.

Wenn die Gallenwege verschlossen sind oder schwere Leberleiden bestehen, sollte Boldo generell nicht eingenommen werden. Hier kann nur der Facharzt helfen. Auch bei Gallensteinleiden sollte Boldo nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwandt werden – in Schwangerschaft und Stillzeit dagegen ist unbedingt auf die askaridolfreie Zubereitung von Boldo zu achten. Denn sonst würde das ungeborene Leben unnötig geschädigt.

Sollten die Beschwerden trotz der Behandlung mit Boldo weiter andauern, bzw. generell bei länger als eine Woche andauernden Beschwerden, sollte das Mittel abgesetzt und der Arzt aufgesucht werden. Hier hilft kein Selbstversuch mehr, sondern nur noch der fachkundige Rat eines Arztes! Genauso verhält es sich mit Beschwerden, die scheinbar bereits abgeklungen waren, jedoch immer wieder auftauchen.