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Kinderschuhe: Fußschäden vorbeugen mit richtig sitzenden Schuhen

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Kinderschuhe: Fußschäden vorbeugen mit richtig sitzenden Schuhen
© SENTELLO - Fotolia.com

Kinderfüße wachsen sehr schnell. In einem Jahr können es durchaus drei Größen sein. Daher sollten Sie alle drei Monate neue Schuhe für Ihre Kinder kaufen. Dabei sind natürlich Alter, Größe und Jahreszeit bei der Wahl des Kinderschuhs ausschlaggebend. Wichtig ist jedoch auch, dass Sie vor dem Schuhkauf noch einmal den Fuß Ihres Kindes vermessen. Das sollten Sie immer am Nachmittag machen, da der Fuß tagsüber um bis zu fünf Prozent wächst. In der Nacht nimmt die Größe dann wieder ab. Nur so können Sie vermeiden, dass der Schuh später unangenehm drückt. Aber nicht nur das. Ein falscher Schuh kann zudem auch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Achten Sie daher beim Schuhkauf immer auf die nachfolgenden Tipps. So finden Sie passende Kinderschuhe, die weder drücken noch die Entwicklung der Füße Ihrer Kinder negativ beeinflussen.

Wichtige Tipps für den Kauf von Kinderschuhen

In jungen Jahren stellt Ihr Nachwuchs sicherlich noch keine modischen Ansprüche. Daher können Sie gesunde Schuhe kaufen, die Ihren Kindern optisch vielleicht nicht ganz gefallen. Aber auch wenn Ihre Kinder schon modische Ansprüche stellen sollten, dürfen Sie die hier genannten Punkte beim Schuhkauf dennoch nicht außer Acht lassen.

Tipp 1 – Der Schuh muss perfekt sitzen:
Ein Kinderschuh darf weder zu weit noch zu schmal sein. Die Größe muss sich also genau an den Fuß anpassen, was auch für die Höhe gilt. Da die kleinen Füße schnell wachsen, steht demzufolge alle drei Monate ein neuer Kauf an.

Lassen Sie sich diesbezüglich im Schuhladen am besten beraten bzw. lassen Sie die Füße Ihrer Kinder von einem Mitarbeiter des Schuhgeschäftes ausmessen. Diese kennen sich damit am besten aus und wissen, worauf es bei der perfekten Passform ankommt.

Kinderfüße ausmessenInfoblatt Füße ausmessen
Die BKK Bayern hat ein tolles kleines Infoblatt herausgegeben, das Ihnen in 4 einfachen Schritten zeigt, wie Sie die Füße Ihres Kindes richtig ausmessen können. Unbedingt anschauen!
» Zum Infoblatt „Füße messen“

Tipp 2 – Der Schuh muss die Schritte abfedern:
Orthopäden empfehlen möglichst oft barfuß zu gehen. Hierbei sollte sich Ihr Nachwuchs bevorzugt auf unebenen Böden bewegen, denn Gras, Sand oder Rindenmulch fördern die Entwicklung der Kinderfüße, indem sie die einzelnen Schritte gezielt abfedern. Dadurch werden die einzelnen Gelenke geschont und der Wachstumsprozess gefördert. Leider bestehen aber nicht alle Böden aus Gras oder Sand. Unebene Asphaltböden und Steinböden schädigen beispielsweise die Haltung Ihrer Kinder, da die meisten Schuhe die Schritt nicht richtig abfedern.

Damit es gar nicht erst zu Haltungsschäden kommt, sollten Sie also einen passenden Kinderschuh wählen, der die Schritte gut abfedert. Hochwertige Kinderschuhe für jeden Geschmack können Sie beispielsweise auf der Website von vertbaudet.de finden. Ein solcher Kinderschuh ist eine echte Wohltat für die kleinen Füßchen und federt die einzelnen Schritte beim Laufen optimal ab.

Tipp 3 – Füße schwellen im Sommer an:
Sommer und Winter erfordern unterschiedliches Schuhwerk. Wie bei Erwachsenen so können auch Kinderfüße an warmen Sommertagen um circa 15 Prozent anschwellen. Daher sollten Sie die Sommerschuhe immer etwas weiter kaufen.

In der heißen Jahreszeit sind natürlich Sandalen zu empfehlen – allerdings nur mit Socken. Ihre Kinder müssen das neue Schuhwerk erst einmal einlaufen, damit es nicht zu roten Druckstellen kommt. Ungefähr eine Woche später kann Ihr Nachwuchs dann auf die Socken verzichten.

Tipp 4 – Die Schuhe müssen weich sein:
Ein Kinderschuh sollte nicht zu hart sein, denn gerade die kleinen Kinderfüße müssen das Abrollen noch erlernen. Diese Fähigkeit ist wichtig, damit es nicht zu einer Verkümmerung der Muskulatur kommt. Die Folgen für die Füße reichen von Haltungsschäden bis hin zu Verkrüppelungen.Â

Falsches Schuhwerk verändert die Anatomie der Füße

Oft hört man die Redewendung Die Schuhe laufen sich ein!. Ärzte verurteilen jedoch diese Ansicht und warnen vor den gesundheitlichen Risiken. Wenn sich ein Schuh nach anfänglichen Problemen gut anfühlt, hat er sich nicht dem Fuß angepasst – sondern umgekehrt. Das hat zur Folge, dass sich die Anatomie der Kinderfüße durch falsches Schuhwerk dauerhaft verändern kann. Nach einer Weile nehmen die Schmerzen an den eingequetschten Stellen ab und die Füße verlieren an Empfindlichkeit.

Zunächst warnen Blasen vor falschen Schuhen, während sich mit der Zeit Hühneraugen und Schwielen herausbilden. Wenn die Kinder mehrere Jahre falsches Schuhwerk tragen, kann sich sogar die Fußanatomie verändern. Es bilden sich Hammerzehe und Krallenzehe heraus, eine weit verbreitete Fehlstellung nennt sich Hallux valgus. Dabei zeigen die große Zehe nach außen und können bei schweren Fällen nur noch mit einer Operation in die richtige Stellung gebracht werden.Â

Übrigens:

Die Betriebskrankenkassen in Bayern (BKK) führten 2007 eine Studie über Kinderschuhe durch, mit einem erschreckenden Ergebnis: Über 70 Prozent der Schuhe sind für Kinder ungeeignet. Achten Sie also stets darauf, dass die Schuhe für Ihre Kinder geeignet sind und sich diese an die Anatomie der kleinen Füßchen anpassen – und nicht umgekehrt. Ansonsten können eben fatale gesundheitliche Auswirkungen die Folge sein.