Blasenkrebs Symptome erkennen und Möglichkeiten der Behandlung

 

Blasenkrebs Symptome erkennen und Möglichkeiten der Behandlung


Der Blasenkrebs wird auch als Blasenkarzinom, Harnblasenkrebs oder Harnblasenkarzinom bezeichnet. Etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen fallen auf den Blasenkrebs. Harnblasenkrebs hat seinen Ursprung immer in der Schleimhaut, die die Harnblase von innen auskleidet. Der Tumor tritt meistens bei Menschen im höheren Lebensalter auf. Dabei sind Männer etwa 2,5 mal häufiger vom Blasenkrebs betroffen als Frauen. Etwa 75 Prozent der Erkrankungen werden schon in ihrer oberflächlichen Form diagnostiziert – daher kann der Blasenkrebs durch eine Blasenspiegelung – das sogenannte TUR – sehr gut behandelt und entfernt werden.


» Blasenkrebs Definition und medizinische Bedeutung
» Wie häufig tritt Blasenkrebs auf?
» Unterschiedliche Formen von Blasenkrebs
» Auslöser für Blasenkrebs
» Welche Ursachen hat Blasenkrebs?
» Welche Symptome zeigt der Blasenkrebs?
» Diagnose und Untersuchungen bei Blasenkrebs
» Behandlung von Blasenkrebs
» Infiltrierendes Blasenkarzinom – Was ist das?
» Blasenersatz und Harnableitung
» Blasenkrebs – Verlauf und Prognose
» Kann man Blasenkrebs vorbeugen?




Blasenkrebs Definition und medizinische Bedeutung

Beim Blasenkrebs, also dem Blasenkarzinom, handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der innerhalb der Harnblase entsteht. Deshalb wird auch die Bezeichnung Harnblasenkrebs oder Harnblasenkarzinom angewandt. In der Regel entwickelt sich dieser Krebs aus verschiedenen Schleimhautzellen innerhalb der Blase, die als Übergangszellen bezeichnet werden. Im Fachjargon der Medizin heißt die Übergangszelle Urothel. Der Krebs wird folglich als Übergangszellkarzinom oder Urothelkarzinom bezeichnet. Die Zellen sorgen für eine Auskleidung der Harnblase von innen. Sie bilden sozusagen die Innenhaut der Blase aus.


Deutlich seltener bildet sich das Harnblasenkarzinom aus anderen Zellarten, beispielsweise den Plattenepithel- oder Drüsenzellen aus. Hierbei handelt sich dementsprechend um Plattenepithelkarzinome oder Adenokarzinome, was aus dem Griechischen aden = Drüse stammt.


Wie häufig tritt Blasenkrebs auf?

Der Blasenkrebs bildet ungefähr drei Prozent aller bösartigen Tumore in Deutschland. Pro Jahr erkranken in Deutschland knapp 30.000 Menschen an dieser Krebsart. Männer sind dabei etwa 2,5-mal öfter betroffen als Frauen. Bei Männern bildet der Harnblasenkrebs die vierthäufigste Tumorart. Blasenkrebs entsteht in der Regel im höheren Lebensalter. Meist tritt er zwischen dem 65. und 85. Lebensjahr auf. In jungem oder mittlerem Erwachsenenalter ist das Blasenkarzinom eine sehr seltene Erkrankung.


Unterschiedliche Formen von Blasenkrebs

Je nach Wachstum des Tumors unterscheidet man den oberflächlichen und den in das Blasengewebe einwachsenden sogenannten infiltrierenden Krebs der Blase. Die einwachsende Variante erreicht die unterhalb der Übergangszellen liegenden Muskelschichten der Harnblase. Er kann sich im Verlauf der Krebsentwicklung auf Nachbarorgane ausbreiten. Beim Mann ist das z.B. Prostata, bei der Frau kann das dann beispielsweise die Gebärmutter sein. In 75 Prozent der Krebserkrankungen, die innerhalb einer Erstuntersuchung diagnostiziert werden, handelt es sich um den gutartigen und  oberflächlichen Harnblasenkrebs. In den anderen Fällen ist der Blasenkrebs im fortgeschrittenen Stadium gegeben. Er ist dann schon mindestens bis in die Muskelschicht vorgedrungen.


Auslöser für Blasenkrebs


Der Hauptauslöser für den Blasenkrebs liegt im Nikotingenuss. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass auch Passivraucher ein erhöhtes Risiko haben. Oftmals sind es auch bestimmte chemische Stoffe, mit denen Betroffene innerhalb ihres Berufslebens in Kontakt geraten, die den Blasenkrebs auslösen. In tropischen Regionen wie Asien, Südamerika und Afrika ist eine langjährige Infektion oftmals für das Auftreten von Blasenkrebs verantwortlich. Dabei sind es die Erreger der Billharziose, die den Blasenkrebs auslösen. Die Einzeller leben in Flüssen und Seen und dringen durch die Haut in den Körper ein. Eine dauerhafte Infektion mit der Billharziose bewirkt auch eine Anlagerung der Erreger in der Blase – was dann wiederum den Blasenkrebs auslösen kann. Weiterhin sind Menschen, die eine chronische Blasenentzündung, die sogenannte Zystitis aufweisen, mit einem erhöhten Krebsrisiko behaftet.

» Ganz wichtig: Früherkennung

Früherkennung spielt beim Blasenkrebs eine wichtige Rolle. Je früher erkannt, desto größer die Heilungschancen. Sowohl sichtbares als auch unsichtbares Blut im Urin ist neben Schmerzen beim Wasserlassen ein Haupt- oder  Frühsymptom des Blasenkrebses. Wenn eine solche Veränderung festgestellt wird, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.


Welche Ursachen hat Blasenkrebs?


Viele Faktoren können eine Entstehung des Blasenkrebses bzw. des Blasenkarzinoms oder des Harnblasenkrebses begünstigen. Wichtige Ursachen liegen in folgenden Faktoren:

» Rauchen

Nikotinkonsum ist der wichtigste Risikofaktor für Blasenkrebs. Das schließt auch das Passivrauchen mit ein. Je länger ein Raucher schon raucht, desto höher ist das Risiko für den Harnblasenkrebs. Experten gehen davon aus, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Fälle des Harnblasenkarzinoms durch Rauchen verursacht werden.

» Verschiedene Berufsrisiken

Fast 50 unterschiedliche chemische Substanzen sind als Auslöser für den Blasenkrebs bekannt. Dazu gehören auch chemische Stoffe, die auch als aromatische Amine bezeichnet werden. Diese werden in der Gummi- oder Anilinindustrie verwendet, beispielsweise das Beta-Naphthylamin oder Benzidin. Blasenkrebs wird bei regelmäßigem Kontakt mit diesen und weiteren aromatischen Aminen als Berufskrankheit behördlich akzeptiert.

» Entzündungen innerhalb der Ausscheidungsorgane

Eine Harnblasenentzündung chronischer Art bildet einen weiteren Risikofaktor für die Ausbildung von Blasenkrebs. Unterstützt wird dieses Risiko durch dauerhafte Harnwegsinfektionen, wenn ein Dauerkatheter gelegt wurde oder Blasensteine bestehen. Als Krebsart entsteht in diesem Fall ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom.

» Medikamenteneinnahme

Auch unterschiedliche Medikamente, die den Wirkstoff Cyclophosphamid enthalten, können Blasenkrebs auslösen. Schmerzmittel, die seit 1988 nicht mehr zugelassen sind und die den Wirkstoff Phenacetin enthalten, waren Ursache für Blasenkrebs.


Welche Symptome zeigt der Blasenkrebs?


Die Symptome beim Blasenkrebs sind zu Anfang der Erkrankung oftmals kaum vorhanden oder aber einfach uncharakteristisch. Dieser Verlauf ist bei vielen bösartigen Tumoren gegeben.

» Blut im Urin

Ein Hauptsymptom und gleichzeitig oftmals erstes Anzeichen für die Erkrankung ist Blut im Urin. Der medizinische Ausdruck hierfür lautet Hämaturie. Blut im Urin findet sich in zwei Formen. Wenn die Blutbeimengung im Urin mit bloßem Auge sichtbar ist, der Urin also rötlich bis bräunlich verfärbt ist, dann spricht man von einer Makrohämaturie. Benötigt der untersuchende Arzt ein Mikroskop, um die Blutkörperchen (Erythrozyten) nachzuweisen, spricht der Arzt von einer Mikrohämaturie.


Die Ursache für beide Arten der Blutung bildet der blutende Tumor. Auch wenn Blut im Urin bei vielen Erkrankungen im Bereich der Harnblase und der Nieren vorkommt, muss dies sehr ernst genommen werden. Es ist wichtig, durch einen Arzt abzuklären, was hinter der Blutung als Ursache steckt.

» Weitere Symptome für Blasenkrebs

  • verstärkter Harndrang,
  • gestörtes Wasserlassen,
  • intensiver Druck auf der Blase.

Diagnose und Untersuchungen bei Blasenkrebs


Die bedeutsamste Untersuchung, für die Bestätigung oder den Ausschluss von Blasenkrebs, ist die Blasenspiegelung, die auch als Zystoskopie bezeichnet wird. Bei dieser Untersuchung entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie). Ein Gewebespezialist stellt dann fest, ob es sich um einen bösartigen Blasentumor handelt.

» Urographie, CT, MRT

Bei der Röntgendarstellung der Harnwege, der sogenannten Urographie kann der gesamte Harntrakt sichtbar gemacht werden. Das hieraus entstehende Bild nennt man Ausscheidungsurogramm. Untersuchungen wie die Computertomographie (CT) und die Kernspinuntersuchung (MRT) helfen festzulegen oder auszuschließen, ob sich der  Blasenkrebs schon auf andere Organe oder sogar die Lymphknoten ausgebreitet hat. Auch ob sich bereits Tochtergeschwülste gebildet haben oder Metastasen in andere Organe gestreut sind, kann durch unterschiedliche Untersuchungen festgestellt werden.


Behandlung von Blasenkrebs


Die Behandlung vom Blasenkrebs ist auf die Tumorart ausgerichtet. Auch der Sitz des Tumors, das Stadium der Erkrankung und die Ausbreitung des Harnblasenkarzinoms bestimmen die Behandlungsart.

» Endoskopische Operation

Liegt der Tumor oberflächlich, kann über die Harnröhre durch eine sogenannte endoskopische Operation (TUR), eine Entfernung vorgenommen werden. Bei dieser Form bestehen ausgezeichnete Aussichten auf eine vollständige Ausheilung.

» Offene Operation

Im fortgeschrittenen Stadium des Harnblasenkarzinoms sind meistens offene Operationen erforderlich, bei denen der Arzt die Blase und oft auch benachbarte Organe ganz entfernt. Diese Operation wird als Zystektomie bezeichnet. Auch die Einzeltherapie oder die Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie kann zur Heilung genutzt werden.

» Immuntherapie

Eine andere Möglichkeit der Behandlung besteht in der sogenannten Immuntherapie, die mit dem Impfstoff BCG (Bacillus Calmette-Guérin) durchgeführt wird. So wird die Wahrscheinlichkeit der  Immunabwehr in der Blase gesteigert. Im Falle eines sogenannten Carcinoma in situ, das dann nur die oberste Schicht der Schleimhaut befällt, folgt immer eine Immuntherapie an die TUR, denn hier ist das Rückfallrisiko sehr hoch. Die Therapie erfolgt mit Zeitabstand zum ersten operativen Eingriff und wird dann für einen bestimmten Zeitraum wöchentlich wiederholt.


Generell sind regelmäßig stattfindende Kontrolluntersuchungen beim Arzt wichtig. Diese finden zu Beginn alle drei Monate statt. Nach der Therapie von oberflächlichen Blasentumoren ist dies sehr wichtig, weil diese Tumoren eine Neigung haben, erneut aufzutreten.


Infiltrierendes Blasenkarzinom – Was ist das?

Wenn der Blasenkrebs schon in die Muskulatur der Blasenwand eingedrungen ist, nennen Mediziner dies ein infiltrierendes oder invasives Blasenkarzinom. Dann reicht die Behandlung, im Rahmen einer Blasenspiegelung, nicht mehr aus. Die Behandlung eines auf die Blase begrenzten Tumors erfordert die Entfernung der Harnblase sowie der Lymphknoten des Beckens. Hierbei handelt es sich um die sogenannte radikale Zystektomie.

» Behandlung beim Mann

Bei Männern wird in diesem Fall vom Urologen die gesamte Blase und auch die Vorsteherdrüse (Prostata) entfernt. Auch die Samenblasen werden entfernt und der Arzt durchtrennt die Samenleiter. Der Mann kann nach diesem Eingriff keine Kinder mehr zeugen und es können sich je nach Operationsverfahren auch Erektionsstörungen ergeben. Diese lassen sich in vielen Fällen mit Medikamenten, mit einer Vakuumpumpe oder mit bestimmten Schwellkörperimplantaten gut behandeln.

» Behandlung bei der Frau

Bei Frauen wird außer der Harnblase die Gebärmutter entfernt. Auch die Eileiter und die Eierstöcke sowie ein Teil der Scheidenwand müssen operativ entfernt werden. Dies hat sowohl körperliche als auch psychische Auswirkungen, weil diese Organe für das Verständnis der Frauen sehr viel mit ihrer Weiblichkeit zu tun haben. Nach der Entfernung der Gebärmutter kann die Frau keine Kinder mehr bekommen. In fortgeschrittenem Alter ist das für die Betroffenen in der Regel weniger wichtig, wenn man diesen Aspekt nur auf die Fortpflanzung bezieht. Weiterhin führen die entnommenen Eierstöcke bei Patientinnen, die sich noch nicht in den Wechseljahren (Klimakterium) befinden, zu Änderungen im Hormonhaushalt. Bei Beschwerden und Fragen empfiehlt es sich, auch mit einem Frauenarzt das Gespräch zu suchen.



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Blasenersatz und Harnableitung

Die Harnblase muss nach der Entfernung ersetzt werden, damit der Urin sich in einer nun künstlich geschaffenen Blase sammeln kann. Oder der Urin wird auf direktem Wege abgeleitet. Es gibt zwei Möglichkeiten der Harnableitung.

» Kontinente Harnableitung

Die Neoblase bezeichnet eine geschaffene Ersatzblase, die aus Teilen des Dünndarms gebildet wird. Die Pouch meint ein Harnreservoire, das aus dem Dünn- oder Dickdarm gebildet wird und das eine dichte Öffnung zur Bauchdecke hat, das sogenannte Stoma. Eine weitere Variante besteht darin, eine Einpflanzung von den Harnleitern in den Mastdarm zu bewirken. Hierbei kann der Harn dann kontrolliert über den After abgesondert werden.

  • Neoblase
    Bei der Bildung der Ersatzblase (Neoblase) wird vom Operateur eine Verbindung vom restlichen Dünndarm mit den beiden Harnleitern und der Harnröhre erzielt. Die Harnleiter sind dafür zuständig, den Urin von den Nieren in die Blase und hier über die Harnröhre in den Penis des Mannes und die Vulva der Frau zu leiten. Das vom Operateur geschaffene Darmreservoir bringt ein fast natürliches Wasserlassen mit sich. In einigen Fällen muss der Betroffene die Ersatzblase über einen Katheter mehrmals tagsüber und einmal nachts entleeren. Gezielte Beckenbodengymnastik hilft dabei, die Kontrolle über das Entleeren der Blase zu erlangen oder auch zu verbessern und das Harnträufeln, die sogenannte Inkontinenz, zu vermeiden.
  • Pouch
    Wenn eine Ersatzblase nicht als Harnreservoir akzeptabel ist, kann als weitere Methode die Schaffung des sogenannten Pouchs genutzt werden. Dabei handelt es sich um ein Reservoir, das vom Operateur aus einer stillgelegten Schlinge des Dünndarms oder Dickdarms gebildet wird. Der Chirurg schließt beide Harnleiter an das Darmstück an und sorgt dann für eine direkte Öffnung zur Bauchdecke. Das Stoma schließt dicht ab und arbeitet als Ventil, so dass nicht ungewollt Urin aus dem Reservoir nach außen abfließen kann. Mit dem Katheter kann der Betroffene den Urin über das Stoma gezielt entleeren.
  • Einpflanzung von Harnleitern
    Die Einpflanzung von Harnleitern in den Mastdarm, also dem letzten Teil des Dickdarms, ist eine weitere Möglichkeit der kontinenten und gezielten Harnableitung. Im Mastdarm findet eine Mischung von Urin mit Stuhl statt und der Betroffene kann den Urin über den After gezielt abfließen lassen – die Kontrolle findet über den Schließmuskel statt.

Alle drei Varianten können nur genutzt werden, wenn die Nieren einwandfrei arbeiten. Der lange Kontakt des Urins mit dem Darm bewirkt, dass einige Stoffe zurück ins Blut gelangen und dann von den Nieren erneut gefiltert werden müssen.

» Inkontinente Harnableitung

Hierbei handelt es sich um das sogenannte Ileum-Conduit. Dabei wird ein künstlicher Harnausgang aus Teilen des Dünndarms, dem sogenannten Ileum, geschaffen. Bezeichnet wird dies vom Mediziner als Harnleiterfistel.


Die Harnleiter haben ihr Ende in einem kurzen Dünndarmstück, das auch als Krummdarm oder Ileum bezeichnet wird. Dieses wiederum ist direkt mit der Bauchdecke verbunden und da endet es über eine undichte Öffnung in der Bauchdecke. Am Stoma klebt von außen auf dem Körper ein Sammelbeutel, in den der Urin direkt hineinläuft.

» Alternative: Strahlentherapie und Chemotherapie

Wenn die radikale Harnblasenentfernung bei Blasenkrebs bzw. Blasenkarzinom nicht realisierbar ist, oder Betroffenen diese ablehnen, kann die Behandlung mit einer Strahlentherapie (Radiotherapie) erfolgen. Im Regelfall kombiniert der Mediziner die Bestrahlung mit Chemotherapie. Dies wird als Radiochemotherapie bezeichnet. Vorher muss der Blasentumor im Rahmen einer Blasenspiegelung komplett entfernt werden. Der Vorteil der Methode ist, dass die Blase hierbei komplett erhalten bleibt. Eine genaue Planung der Behandlung schont das gesunde Gewebe. Die Risiken einer Strahlenbehandlung sind nicht sehr hoch. Wenn nach der Behandlung ein Rest des Tumors verbleibt oder der Krebs erneut auftritt, kann der Mediziner das weitere Vorgehen bestimmen und unter ggf. die Blasenkrebs-Operation anwenden.


Blasenkrebs – Verlauf und Prognose


Der Blasenkrebs hat einen umso besseren Verlauf und eine bessere Prognose, je früher der Tumor erkannt wird. In vielen Fällen – ca. 75 Prozent - wird Krebs der Harnblase sehr früh entdeckt. Dann handelt es sich um den oberflächlichen Blasenkrebs, der papillenartig oder papillär wächst. In vielen Fällen ist diese Art des Krebses heilbar.


Etwa 50 bis 70 Prozent der Betroffenen, bei denen der Blasenkrebs mittels Blasenspiegelung entfernt wurde, müssen in den folgenden fünf Jahren mit einem erneuten Auftreten rechnen. Eine nachfolgende örtliche Chemotherapie bzw. Immuntherapie reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass der Blasenkrebs erneut auftritt, um etwa 20 Prozent.


Die Lebenserwartung bei Harnblasenkrebs ist stark abhängig vom Stadium und der Therapie. Tumore, die infiltrierend wachsen und bereits die Muskelschicht der Blase erreicht haben, kann der Arzt nicht mehr mit einer Blasenspiegelung  behandeln. Hier erfolgt eine Entfernung der Blase mit anderen Unterleibsorganen wie Prostata oder auch Gebärmutter.


Die Prognose der Patienten hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist, ob der Krebs schon Absiedlungen in anderen Organen gebildet hat. Krebs entwickelt sich nicht bei allen Menschen gleich, daher sind auch die Prognosen sehr unterschiedlich.


Kann man Blasenkrebs vorbeugen?


Dem Blasenkrebs vorbeugen kann man, indem man Risikofaktoren meidet. Dazu gehören das Aufgeben des Rauchens sowie die Meidung von sogenannten Aminen. Auch verschiedene Medikamente können Blasenkrebs begünstigen und sollten daher gemieden werden.

» Baden in tropischen und subtropischen Ländern

In tropischen und subtropischen Ländern sollten Sie das Baden in Seen und Flüssen meiden, um sich nicht mit sogenannten Schistosoma, den Erregern der Billharziose, anzustecken. Besteht diese Erkrankung über viele Jahre und wird nicht behandelt, steigt das Risiko für Harnblasenkrebs.


Wichtig ist auch die Behandlung der chronischen Blasenentzündung, denn auch sie stellt einen Risikofaktor für den Blasenkrebs dar.

» Regelmäßige Nachuntersuchungen

Nach einer Krebsbehandlung sollte regelmäßig im Abstand von drei Monaten eine Nachuntersuchung stattfinden, damit neue Tumoren schnell gefunden werden und wirksam behandelt werden können.


Jeder einzelne kann sehr viel dazu beitragen, dass der Harnblasenkrebs nicht auftritt: Wer raucht oder das Rauchen aufgibt, reduziert nicht nur das Risiko für den Krebs, sondern erzielt auch einen Schutz vor einer Reihe anderer bösartiger Tumoren und auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Blasenkrebs - Reportage und Erfahrungsberichte










Alle Tipps und Ratschläge wurden bestmöglich recherchiert.
Sie ersetzen jedoch in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder Untersuchung! Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.