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Verhalten nach Zahnimplantation – Diese 5 Regeln gilt es zu beachten

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Verhalten nach Zahnimplantation
© absolutimages - Fotolia.com

Ein Sturz, ein harter Aufprall und schon ist es passiert – der Zahn ist raus. Ja, so schnell kann es manchmal gehen. Ist der Zahn dann komplett zerstört, dass Füllungen und Kronen einfach keine Hilfe mehr bringen, muss eine Brücke her. Dafür müssen jedoch die Zähne abgeschliffen werden. Eine viel bessere und vor allem auch für die gesunden Zähne sehr schonende Variante ist ein Implantat (hier ausführliche Informationen darüber). Auf diese Art und Weise lassen sich Lücken im Gebiss schließen ohne dabei die gesunden Zähne zu schädigen.

Sicherlich ist eine Zahnimplantation kein Zuckerschlecken. Hierbei verankert der Zahnarzt schließlich einen Metallstift aus Titan fest im Kieferknochen. Auf diesen Implantatkörper kommt dann eine Einzelkrone oder eine komplette Brücke. Anschließend kann es circa drei bis acht Monate dauern, bis das Implantat endgültig mit dem Kiefer verwachsen ist. Das ist meist gar nicht so schlimm. Es sind die Schmerzen direkt nach der Operation, die sehr unangenehm sein können. Wer hier nicht richtig vorgeht, kann diese sogar noch verschlimmern. Daher sollten Sie unbedingt die hier aufgeführten Regeln nach einer Zahnimplantation einhalten.

Wichtige Verhaltensregeln nach einer Zahnimplantation

❖ Regel Nr. 1 – viel Ruhe:

Das wohl Wichtigste nach solch einem Eingriff ist viel Ruhe. Das fängt schon damit an, dass Sie sich auf keinen Fall der Belastung aussetzen und selbst nach Hause fahren sollten. Lassen Sie sich auf jeden Fall von einer Begleitperson nach Hause bringen, die sich anschließend am besten auch noch etwas um Sie kümmert. Eine Person, die einem umsorgt, ist schließlich manchmal besser wie die stärkste Medizin.

Wer sich rundum umsorgt wissen will, kann die Zahnimplantation auch stationär durchführen lassen und mit einem Urlaub verbinden. Diese Möglichkeit bietet z.B. die Zahnklinik DentalPark (www.dentalpark.de) in der Lüneburger Heide an. Hier befinden Sie sich nicht nur in professionellen Händen, hier können Sie sich nach dem Eingriff auch optimal erholen.

Ansonsten ist es wichtig, dass Sie sich eher hinsetzen wie hinlegen. Und das gilt auch beim Schlafen. Halten Sie Ihren Kopf in den ersten beiden Tagen und Nächten aufrecht und am besten immer oberhalb des Brustkorbes. Körperliche Anstrengung und Sport sollten in den ersten Tagen außerdem tabu sein.

❖ Regel Nr. 2 – Blutungen/Schwellungen:

Nach der Zahnimplantation kann es häufig zu Nachblutungen kommen. Um diese zu stillen, am besten eine Stunde lang fest auf einen Tupfer oder ein Stofftaschentuch beißen. Und vor allem: spielen Sie nicht an der wunden Stelle herum! Verfallen Sie auch auf keinen Fall in Panik. Durch die Vermischung des Blutes mit dem Speichel kann das alles viel schlimmer aussehen wie es ist. Sollte die Blutung jedoch auch nach längerer Zeit bestehen bleiben, rufen Sie bitte Ihren Arzt an und fragen Sie nach Rat oder ob Sie noch einmal vorbeikommen sollen.

Schwellungen sind zudem auch ganz normal. Sie erreichen meist erst nach zwei bis drei Tagen ihr Maximum. Damit diese wieder abklingen, am besten eine Eispackung von außen auf den operierten Bereich legen. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie auch Kühlpausen einlegen. Am besten gehen Sie so vor: eine halbe Stunde kühlen, eine halbe Stunde die Eispackung weglegen, eine halbe Stunde kühlen, usw.

❖ Regel Nr. 3 – Zahn- und Mundpflege:

Nach der Operation sollten Sie Ihren Mund erst einmal acht Stunden lang in Ruhe lassen und nur kühlen. Das heißt auch, dass Sie in dieser Zeit Ihren Mund nicht spülen dürfen, da dies Nachblutungen verursachen kann. Nach diesen acht Stunden ist dann dreimal täglich spülen sogar Pflicht und das am besten immer nach den Mahlzeiten. Womit Sie spülen sollten, wird Ihnen Ihr Arzt sagen.

Verwenden Sie im Bereich des Implantats keine Zahnbürste, bis die Fäden gezogen wurden. Alle anderen Zähne können Sie jedoch vorsichtig putzen.

❖ Regel Nr. 4 – Essen und Trinken:

Trinken dürfen Sie schon direkt nach der Operation wieder etwas. Jedoch mit dem Essen müssen Sie so lange warten, bis die Betäubung ihre Wirkung verloren hat. Ansonsten ist die Gefahr für Bissverletzungen sehr hoch. Außerdem könnten Sie sich auch verschlucken.

Die Tage nach der Operation sollten dann weiche, breiige oder flüssige Kost auf dem Speiseplan stehen (leckere Breirezepte finden Sie hier und köstliche Suppenrezepte hier). Sie können schließlich weder den Mund richtig öffnen noch kauen. Das Essen und die Getränke sollten auch nicht zu heiß sein. Besonders zu empfehlen ist es z.B. Salbei-Tee zu trinken, da dieser eine antibakterielle Wirkung hat und die Heilung unterstützt.

❖ Regel Nr. 5 – Reizstoffe:

Reizstoffe wie z.B. Kaffee, Schwarzer Tee, Alkohol, Frischmilchprodukte, Fruchtsäuren (zum Beispiel in saurem Obst und sauren Säften) und Nikotin können Komplikationen verursachen. In den ersten drei Tagen nach dem Eingriff sollten Kaffee, Schwarztee, Fruchtsäuren und Frischmilchprodukte absolut tabu sein. Alkohol sollten Sie hingegen viel länger meiden, da Sie nach der Zahnimplantation einige Tage lang Medikamente einnehmen werden. Das Gleiche gilt auch für das Rauchen, da es die Durchblutung vermindert und die körpereigene Abwehr schwächt. Verzichten Sie daher so lange wie möglich auf Nikotin.