Lachyoga und Lachtherapie - Wie Lachen gesund macht

 

Lachyoga und Lachtherapie - Wie Lachen gesund macht

Wie heißt es im Volksmund so schön? Lachen ist die beste Medizin. Was unsere Vorfahren schon immer geahnt haben, wurde in den USA der 60er und 70er Jahre bereits wissenschaftlich untermauert. Rund 20 Jahre später folgten die Inder mit ihren ersten Lachclubs. Seitdem haben sich auch in Deutschland Lachyoga und Lachseminare etabliert. Doch warum ist Lachen eigentlich gesund und welche positiven Auswirkungen hat Lachen auf den Organismus, die Psyche und letztendlich auch auf das menschliche Miteinander?


» Erste Lachforschung schon 1964
» Lachen ist die beste Medizin – Beleg einer Heilung
» Lachyoga – heilend und vorbeugend
» Vom grundlosen Lachen zum echten Lachen
» Lachyoga - zunehmend von Unternehmen entdeckt
» Warum ist Lachen gesund?
» Wer sollte nicht am Lachyoga teilnehmen?




Erste Lachforschung schon 1964

Bereits Sigmund Freud beschäftigte sich mit der befreienden Wirkung des Lachens auf die Psyche. Als Begründer der Lachforschung – der Gelotologie – gilt der US-amerikanische Psychiater William F. Fry, der zugleich als Pionier des „Therapeutischen Humors“ bekannt wurde. Der Psychiater widmete sich schon früh den Auswirkungen des Lachens auf die körperlichen Vorgänge. Sein 1964 in Palo Alto gegründetes Institut für Humorforschung finanzierte Fry aus eigenen finanziellen Mitteln, da man von öffentlicher Seite her noch nicht davon überzeugt war, dass Lachen hinsichtlich einer therapeutischen Wirkung wissenschaftlich untersucht werden könne. Das änderte sich mit dem amerikanischen Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins.


Lachen ist die beste Medizin – Beleg einer Heilung

Cousins gehört zu den ersten Menschen, die nach eigener Aussage durch Lachen wieder gesund wurden. Der Journalist war in den 70er Jahren an einer schmerzhaften Entzündung im Bereich der Wirbelsäule erkrankt. Die Ärzte gaben ihm wenig Hoffnung und prognostizierten eine Überlebenschance von 1:500. Norman Cousins waren die körperlichen Auswirkungen negativer Gemütszustände aus wissenschaftlichen Berichten bekannt. Also versuchte er es mit dem Gegenteil: dem Lachen.

➩ Viel gelacht – weniger Schmerzen

Durch lustige Bücher und Filme brachte er sich mit System selbst zum Lachen und machte die Entdeckung, dass bei jeder „Lachsitzung“ die Schmerzen nachließen. Dabei stellte sich infolge von Untersuchungen ebenfalls heraus, dass auch die Entzündungen zurückgingen. Die positiven Erfahrungen mit seiner selbst entwickelten Lachtherapie veranlassten Norman Cousins zur Veröffentlichung seines Buches „Der Arzt in uns selbst“. Cousins lebte übrigens 26 Jahre länger, als ihm seine Ärzte prognostiziert hatten. Dieser Fall rief das Interesse der Mediziner hervor, welche der Erforschung der therapeutischen Wirkung des Lachens nun weniger skeptisch gegenüberstanden. Eine neue Wissenschaft war geboren: die Gelotologie. Moderne Gelotologen wissen heute, dass beim Lachen Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet werden. Die körpereigenen Hormone bewirken eine natürliche Entzündungshemmung.



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Lachyoga – heilend und vorbeugend

Das aus Indien stammende Lachyoga wurde in den 90er Jahren von dem Arzt und Yogalehrer Madan Kataria entwickelt. Das Prinzip der heilenden und vorbeugenden Wirkung des Lachyoga wurzelt zum einen Teil in den Erkenntnissen Norman Cousins, zum anderen Teil in der Jahrtausende alten Atemtechnik des Yoga. Kataria kombinierte spezielle Yogatechniken mit Lachübungen und gründete 1995 den ersten Lachclub in Indien. Der Erfolg seiner Methode gibt dem indischen Arzt Recht, denn mittlerweile existieren weltweit mehr als 6.000 Lachclubs und Anbieter von Lachseminaren. Die zunehmende Lachyoga-Bewegung hat es sogar so weit gebracht, dass an jedem ersten Sonntag im Mai der Weltlachtag begangen wird. Pünktlich um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit treffen sich Anhänger des Lachyoga, um für eine Minute ein weltweites Gelächter anzustimmen. Da Kataria im Lachen nicht nur eine gesundheitsfördernde Therapie, sondern auch eine friedensstiftende Philosophie sieht, kommt dem Weltlachtag eine besondere Bedeutung zu.


Vom grundlosen Lachen zum echten Lachen

Lachen kann jeder. Dazu muss der Mensch gemäß Kataria noch nicht einmal besonders humorvoll sein, denn nach seiner Theorie entfaltet sich die heilende Wirkung des Lachens unabhängig vom Grund des Lachens.

➩ Lachen auf Kommando – So geht’s!

Lachen auf Kommando – So geht’s!Es genügt bereits, sich vor einen Spiegel zu stellen und die Mundwinkel hochzuziehen. Diese lächelnde Mimik allein reicht oft schon aus, um bei sich selbst eine positivere Grundstimmung zu erzeugen.

➩ Lachen in der Gruppe

So wird beim Lachyoga und auf Lachseminaren ohne Witze oder lustige Gedanken gelacht. Lachen in der Gruppe ist dabei besonders wichtig, denn durch Blickkontakt und die automatische Gruppendynamik entsteht aus dem grundlosen Lachen ein echtes Lachen, das so ein Eigenleben entwickelt. Auch diese Situation kennt jeder, der in eine Gruppe kommt, in der herzhaft gelacht wird. Ohne den Grund zu kennen lacht man automatisch mit. Madan Kataria beschreibt ein wichtiges Prinzip des Lachyoga: „Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind – wir sind glücklich, weil wir lachen!“



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Lachyoga - zunehmend von Unternehmen entdeckt

Bereits eine einstündige Lachyoga-Sitzung bei einem geschulten Lachtrainer reicht oft aus, um sich anschließend wesentlich lockerer und entspannter den Herausforderungen des Alltags stellen zu können. Nicht von ungefähr buchen mittlerweile viele Unternehmen Lachyoga-Seminare für ihre Mitarbeiter, denn Lachen verbindet und fördert den Teamgeist.


Lachyoga hat in den letzten Jahren immer mehr überzeugte Anhänger gefunden. Der Europäische Berufsverband für Lachyoga und Humortraining e.V. mit Sitz in Planegg bei München widmet sich unter anderem der weitergehenden Information und Ausbildung von Lachtrainern.


Warum ist Lachen gesund?

Die Ergebnisse der medizinisch wissenschaftlichen Lachforschung zeigen, dass durch das Lachen entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen freigesetzt werden. Neben dem medizinischen Aspekt spielt Lachen auch in der Psychologie und in gruppendynamischen Prozessen eine wichtige positive Rolle.

➩ Wirkungen auf den Körper:

  • Der Organismus wird während des Lachens mit mehr Sauerstoff versorgt. Auch Mediziner sehen darin eine mögliche Vorsorge gegen Krankheiten wie Krebs.
  • Lachen stimuliert die Muskulatur und macht fit.
  • Durch Lachen wird die Lungenelastizität verbessert.
  • Lachen regt die Herztätigkeit und den Kreislauf an.
  • Langfristig ist eine Reduzierung des Bluthochdrucks möglich.
  • Lachyoga trägt zum körperlichen Wohlbefinden, milderen Krankheitsverläufen und rascheren Genesungsprozessen bei.
  • Lachyoga senkt Schmerzen und Verspannungen.
  • Die durch Sorgen und Stress bedingten negativen Auswirkungen auf den Organismus können durch Lachyoga verhindert oder abgeschwächt werden.

➩ Wirkung auf die Psyche:

  • Lachyoga sorgt für eine optimistischere Grundstimmung. So kann jeder Mensch selbst aktiv dazu beitragen, mit positiven Gefühlen in den Tag zu gehen.
  • Durch die entspannende Wirkung des Lachyoga können Menschen besser den Belastungen des Alltags begegnen.
  • Lachen kann intensive Glücksgefühle hervorrufen.
  • Regelmäßiges Lachen trägt zu einer positiven Ausstrahlung bei.

➩ Wirkungen in der Gruppe und im Team

  • In Gruppen und Teams können nachhaltige positive Veränderungen des sozialen Miteinanders erreicht werden.
  • Regelmäßiges Training am Arbeits- oder Ausbildungsplatz trägt zur Förderung der Motivation und der Verbundenheit im Kollegenkreis bei.
  • Lachen unterstützt das Selbstvertrauen. Selbst schüchterne Menschen lernen die offene Begegnung mit anderen Menschen.
  • Lachyoga stärkt das Gemeinschaftsgefühl und verbindet Menschen.
Beispiel für eine Lachyoga-Therapie



Wer sollte nicht am Lachyoga teilnehmen?

Trotz umfassender positiver Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche raten Ärzte und Lachtrainer bei einigen bestehenden Krankheiten vom Lachyoga ab. Dies ist der Fall bei:

  • Aneurysma
  • Angina Pectoris
  • Atemwegserkrankungen
  • Bandscheibenvorfall
  • Bipolare Störung
  • Bluthochdruck, der nicht ärztlich kontrolliert wird
  • Borderline-Störung
  • Glaukom
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Rippenbrüchen
  • Schwerem Depressionsverlauf oder Einnahme von Psychopharmaka
  • Viruserkrankungen









Alle Tipps und Ratschläge wurden bestmöglich recherchiert.
Sie ersetzen jedoch in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder Untersuchung! Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.